Kurkuma kann die Behandlung von Rheuma unterstützen

Verfasst von: Sylvia Haendschke
fresh turmeric roots on wooden table
fresh turmeric roots on wooden table  Bild: akepong fotolia.de
Kurkuma (Curcuma longa), auch häufig als Gelber Ingwer bezeichnet, ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Ingwergewächse mit einem intensiv gelb gefärbten Rhizom. Die Inhaltsstoffe des Rhizoms weisen eine entzündungshemmende Wirkung auf und können die Beschwerden von Rheumaerkrankungen lindern. Zum Beispiel wird Kurkuma in der ayurvedischen Medizin bereits seit Jahrhunderten bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt.

Häufig wird die Wirkung von Kurkuma mit Hydrocortison, Diclofenac, Phenylbutazon und Ibuprofen verglichen. Allerdings kommt es nach Einnahme von Kurkuma nicht zu den Nebenwirkungen, die von diesen schulmedizinischen Substanzen ausgehen. Da das gelbe Gewürz nachweislich gegen entzündliche Veränderungen angehen kann, durch die zum Teil erhebliche Schmerzen ausgelöst werden, ist es in der Lage, die Beschwerden rheumatischer Erkrankungen zu lindern und die Lebensqualität und Beweglichkeit der Betroffenen zu erhöhen. In den letzten Jahren wurden von Forschern und Wissenschaftlern in den verschiedensten Ländern zahlreiche Studien unternommen, die sich mit der Untersuchung der Inhaltsstoffe von Kurkuma beschäftigten. Im Fokus lagen dabei die potenziellen therapeutischen Auswirkungen des Curcumins, dem Hauptwirkstoff im Rhizom der Kurkumapflanze.

Kurkuma als bekömmliche Alternative zu Cortison

Speziell das Curcumin im Kurkuma kann sich positiv auf verschiedene Entzündungskrankheiten wie Rheuma auswirken, zu dessen Formenkreis auch Polymyalgia rheumatica (entzündlicher Weichteilrheumatismus), Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew), Vaskulitiden (entzündliche Gefäßerkrankungen), Polymyositis (entzündlicher Weichteilrheumatismus) und verschleißbedingte, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen gehören. Chronische Entzündungen entstehen nach Stand der heutigen Medizin, sobald der natürliche Abwehrmechanismus des Menschen nicht mehr richtig auf die Entzündungen im Körper reagieren kann, zum Beispiel durch eine Schwächung. Chronische Entzündungen gelten darum oft als Auslöser für andere Krankheiten wie Rheuma. Curcumin setzt jedoch genau dort im menschlichen Körper an, wo die entzündlichen Reaktionen entstehen.

Zum Beispiel haben Forscher der Universität Saarland herausgefunden, dass Curmumin ähnlich wie Cortison wirkt. Das Curcumin wirkt direkt auf den Glucocorticoid-induzierten Leuzin Zipper, abgekürzt GiLZ. Das Protein spielt eine wichtige Rolle bei Entzündungen. Im Normalfall unterbindet es die entzündliche Reaktion. Es verschwindet aber, sobald im Körper eine Entzündung entsteht. Da die Immunzellen dieses Protein bei einer Entzündung abbauen, kommt dieses Phänomen zustande. Medikamente, die Cortison enthalten veranlassen jedoch eine vermehrte Produktion von GiLZ. Sie führen allerdings zu Nebenwirkungen und Zellveränderungen. Curcumin wirkt jedoch nicht zellverändernd, während es GiLZ in Gang setzt.

Die Wirkung von Curcumun wird immer noch weiter erforscht. Wer Kurkuma als Gewürz einsetzen möchte, sollte darauf achten, dass das Curcumin eine geringe Bioverfügbarkeit besitzt und erst in Verbindung mit Pfeffer, wie zum Beispiel im Currypulver, oder in Verbindung mit Fett wie Kokosöl besser vom menschlichen Organismus aufgenommen werden kann. Wer den würzigen und ganz leicht bitteren Geschmack von Kurkuma nicht mag, der kann zum Beispiel auf Kurkumakapseln zurückgreifen. Sie besitzen einen neutralen Geschmack. Eine Einnahme sollte jedoch immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

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Artikelsignatur: Sylvia Haendschke | Autoren-Ressort: quantenatem.reporters.de
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